Niklaus Bachsteffel
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Post #7 of 15

Liebe Läufer,

Das Hitze Thema scheint uns alle sehr zu beschäftigen. Glaube ich doch, dass es in Zukunft (Thema Erderwärmung) für uns immer wichtiger wird. Wissen sollte man, dass Hitze keinesfalls nur die Schweissproduktion erhöht. Die leistungsphysiologischen Auswirkungen für Training oder Wettkampf (Marathonlauf) unter Hitzebedingungen wie Beeinträchtigen der Herzkreislauf-Ökonomie der Muskelarbeit und Störungen der Elektrolytverteilung. Dazu gibt es genügend Artikel, für diejenigen die es interessiert.

Die Aussage nach Pace zu laufen ist grundsätzlich sinnvoll, da der Puls von sehr vielen Faktoren, nicht nur Hitze abhängt. Nun das geht aber nur bis zu einem gewissen Masse, nähmlich dann, wenn der Puls übermässig ansteigt und den "OwnZone" (Trainingsbereich z.B. Dauerlauf 1) verlässt, wass bei Hitze schnell mal der Fall sein kann. Dann eben der Rat des Coach langsamer zu laufen.

Mein ursprüngliches Anliegen die Temperatur einfliessen zu lassen, war aber nicht als Hilfsmittel für die Pace Bestimming gemeint. Das ist gar nicht möglich sonst müsste der RC ja die Wetterbedingung zum Trainingzeitpunkt kennen. Es sollte aber zu Bestimmung des Leistungsvortschritts berücksichtigt werden. Dies könnte eben am Besten unter GAP sichtbar gemacht werden. Trainiert man nähmlich ausschliesslich bei Hitze (was in den letzten Tage der Fall war) ist der Puls immer höher oder die Pace immer tiefer als die Vorgabe, was sich auf den Leistungsvortschritt auswirkt.

Ich wünsche uns allen ein par kühlere Tage

Matthias Ellerbeck
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Post #26 of 78

Ich bezog mich auf das hier, nicht auf eine RC-Formulierung:
"Was etwas widersprüchlich ist, ist als ich letzten Sommer meinen "Coach" gefragt habe, ob ich nach Thempovorgaben oder Puls meinen Trainingseinheiten absolvieren soll. Die Antwort kennt ihr vermutlich alle bereits schon: nach Thempo. Meine Folgefrage berief sich dann auf die Themperatur und dessen Einfluss. Bei Themperaturen von 30°+ war mein Puls jeweils gut 10 (~7%) Pulsschläge höher als vorgegeben. Die Antwort vom Coach war entsprechend: "dann läufst Du halt ein bisschen langsamer...". "

Da hat der entsprechende Coach zusammengefasst eben gesagt, "lauf nur nach Pace, nicht nach Puls. Außer der Puls ist dann zu hoch oder zu niedrig, dann musst Du das Tempo anpassen". Was ja so keinen Sinn macht :-)

Matthias Ellerbeck
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Post #25 of 78

Hahaha, das sind ja tolle Angaben "Lauf nicht nach Pulsvorgabe, sondern nach Pace. Außer, Du erfüllst dann nicht die Pulsvorgabe" :-)

S A
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Post #29 of 59

ich würde mal davon ausgehen, dass die zusätzlichen Pulsschläge bei Hitze nicht der Sauerstoffversorgung des Muskels sondern der Abfuhr von überschüssiger Wärme dienen. Das heisst der Muskel wird bei gleicher Pace nicht übersäuert. Ich würde darum den Rat des Coaches befolgen und mich wenn möglich an die vorgegebene Pace halten.

Gruss, Stefan

Yves Bohren
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Post #6 of 8

Für Rennprognosen ist es ja das eine und Prognosen bei 32° verständlicherweise sehr schwierig, wenn nicht unmöglich. Was etwas widersprüchlich ist, ist als ich letzten Sommer meinen "Coach" gefragt habe, ob ich nach Thempovorgaben oder Puls meinen Trainingseinheiten absolvieren soll. Die Antwort kennt ihr vermutlich alle bereits schon: nach Thempo. Meine Folgefrage berief sich dann auf die Themperatur und dessen Einfluss. Bei Themperaturen von 30°+ war mein Puls jeweils gut 10 (~7%) Pulsschläge höher als vorgegeben. Die Antwort vom Coach war entsprechend: "dann läufst Du halt ein bisschen langsamer...". Seither laufe ich trickte nach den vorgegebenen Pulsbereiche und ignoriere so gut es geht die vorgegebene Pace. Die ist im Training eh schwierig einzuhalten, da ich selten einen absolut flaches Gelände wähle.

Vorteil ist so, dass ich auch für Rennen eher nach Puls laufe um eine Übersäuerung vor Ziel zu vermeiden. Wie hast Du Deine Pace für den Marathon gewählt?

S A
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Post #28 of 59

von mehr einkalkulierten Faktoren sollte man sich nicht mehr nutzbare Infos erhoffen. Irgendwann sieht man vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr. Oder um es mit Vic Röthlins Worten zu formulieren: Besser eine Trainingseinheit mehr einschieben, als stundenlang vor dem Computer zu rechnen.

mit einem Lächeln, Stefan

Niklaus Bachsteffel
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Post #6 of 15

Hallo Gerard

Ich komme aus der Region Zürich und bin extra für den Marathon nach Luxembourg geflogen. Also nicht starten gibts nicht :-). Nein, Spass beiseite ich hatte ziehmlichen Respect vor dem Start und der wahr auch berechtigt. Das Rennen war sehr schwer deshalb bin ich mit der Schlusszeit von 3:15:58 zufrieden obwohl dies vermutlich >10 Minuten über dem liegt was ich hätte laufen können, bei optimalen Bedingungen. Erschwerend kommt ja noch dazu das dieser Marathon sehr hügelig ist und die letzten 12 km geht es nur noch aufwärts.

Das für mich optimale Lauffenster ist 15 Grad und ab 20 spüre ich es deutlich. Was das berücksichtigen betrift folgendes, bevor ich zu Runningcoach gewechselt habe, habe ich mit Vicsystem trainiert und da werden Temperatur, Höhenmeter und sogar die Mehreshöhe berücksichtigt. Nun ich vertraue auf das Runningcoach Team haben sie doch, seit dem ich dabei bin, schon einiges an Neuerungen gebracht.

Gratulation zu deiner PB meine liegt schon eine Weile zurück. Weiterhin viel Spass.

Gruss Nick

Gerard Faramelli
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Post #18 of 25

Hallo,

Ich war angemeldet für den HM in Luxemburg, habe mich dann aber nach langem Hin und Her entschlossen nicht zu laufen, weil zu heiß. :/

Ich bin dann am Sonntag Morgen um 8h30 in Saarlouis den HM gelaufen. Es waren zwar immer noch 22°C, aber viel besser als am Abend vorher. Resultat: PB--> 1h24:08 

Das hätte ich beim ING niemals geschafft. Jetzt bin ich sehr froh nicht in Luxemburg gestartet zu sein, auch wenn es abends vorm Fernsehr sehr in den Zehen gekitzelt hatte.

Wo kommst du denn her? Was war denn deine Zielzeit?

Ich habe irgendwo gelesen im Internet, nachdem ich mich seeeehr viel mit dem Thema beschäftigt hatte, man kann so rechnen beim HM:

10°C ideal - Prognosezeit

bis 15°C + 2%

bis 20°C + 4%

bis 25°C + 6%

drüber, keine Prognose möglich, da zu individuell und sinnlos zu laufen :-D

Beim Marathon soll man mit 3%, 6%, 9% rechnen.

 

Zurück zum Thema: Das ist sicherlich schwer es in die GAP mit einfließen zu lassen. Ansich würde der Wind auch noch mit reingehören, aber wohl auch sehr aufwendig zum Berechnen.

Niklaus Bachsteffel
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Post #5 of 15

Am Samstag 27. Mai bin ich den ING Night Marathon in Luxembourg gelauften. Um 19h00 war der Start bei 32 Grad C und bei meinem Zieleinlauf war es immer noch 26 Grad C. Meine Vorgabe konnte ich unter diesen Bedingungn nicht erreichen, da wirkt die Gratulation fass wie ein Hohn: "Du hast die Vorgabe zwar nicht ganz erreicht, lass dich dadurch aber nicht allzu stark verunsichern". Ich lasse mich nicht verunsicher, da ich weiss, dass ab 20 Grad C die Leistung um 1% pro Grad abnimmt (Faustregel da ziehmlich individuell).

Nun um uns Runningcoach Nutzern ein etwas besseres Gefühl zu geben und vor allem den Einfluss in die Trainingleistung zu Berücksichtigen, wäre es sinnvol die Temperatur analog der Höhendifferenz unter GAP einfliessen zu lassen. Ansonsten müsstet ihr das von Hand korrigieren (z.B Laufstrecke künstlich verlängern).

Jetzt da die heisse Jahreszeit kommt wäre das eine willkomene Verbesserung.

Weiterhin viel Spass