Martin Dummermuth
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Post #4 of 8

Hallo Matthias

Besten Dank für deinen interessanten Bericht.

Übrigens: So unpassend finde ich deine Wanderferien nicht......ich werde ziemlich genau zwei Wochen nach dir ebenfalls einen Teil des West Highland Way erwandern und zusätzlich noch die Isle of Skye zu Fuss erkunden!  Und dies ebenfalls nach einem, allerdings etwas kürzeren, 10 Meilen-Lauf (GP Bern) und vor einem Halbmarathon Berglauf (Aletschhalbmarathon).  

Du siehst: Sogar in den schottischen Highlands sind die RunningCoach-Läufer nicht alleine.... :-)

Grüsse 

Martin

 

 

Matthias Ellerbeck
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Post #64 of 67

Hallo Sönke,

Da hast Du völlig recht, wir müssten eine beträchtliche Strecke gemeinsam unterwegs gewesen sein. 

Betreffend Kopfsache: War bei mir genauso. Ich wusste - wie unten schon geschrieben - bei km 10 schon, dass die 30 nicht gehen. und bei der HM-Marke war klar, dass die 25 kein Problem sind. Meine Zeiten sind auch nach dem HM dann deutlich langsamer geworden, ich habe bereits ein paar Meter vor der Verpflegungsstation bei 23 deutlich Tempo rausgenommen etc. Wie Du schon sagst: das eine Ziel ist erreicht, das andere nicht mehr in Reichweite und die Füße tun ja nach 25 km auch langsam weh... 

ich bin ja vorher nur einmal gestartet, das war 2018. Da war ich zuvor verletzt und hab es nur auf 16 km gebracht. Für 2020 würde ich die 30 jetzt ernsthaft anpeilen. Und dann mal sehen, wie es läuft :-)

Und klar brauchst Du Sponsoren, wenn die Meldegebühren nicht von der Organisation aufgefressen werden sollen. Der Limonadenhersteller bietet sich da selbstverständlich an :-)

Mit sportlichen Grüßen

Matthias

Sönke Butz
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Post #8 of 12

Hallo Matthias,

da sind wir ja identisch gelaufen! Meine HM-Durchlaufzeit war 1:44:59 und ich bin bis 25,66 km gekommen. Bei mir war es ähnlich. HM war mein Ziel und danach evtl. noch die 25 km-Marke knacken - in den letzten Jahren lag ich knapp darunter.

Für mich waren die letzten km "Kopfsache". Anders als bei einer festen Distanz kommen zum Schluss schon die Gedanken "HM erreicht, dann könnte ich jetzt ja eigentlich auf das Catcher Car warten" oder 25 km-Marker erreich: jetzt mach ich ein Selfi ... das Auto kam immer noch nicht - dann "muss" ich ja noch weiter laufen ...

Es gab eine immense Begeisterung der Läufer, die extrem ansteckend ist. Egal, ob die Läufer 6, 8, 15, 25 oder 35 km geschafft haben.

"Brause" hin oder her: alle Einnahme aus dem Startgeldern gehen in die Rückmarksforschung. Das ist schon ein feine Sache. Die Übernahme der Organisation durch Red Bull mag auch eine große PR-Aktion sein; was bleibt, ist aber, dass den Querschnittsgelähmten geholfen wird. Das finde ich prima.

Run on!

Sönke

Matthias Ellerbeck
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Total Running 4'509 km
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Post #63 of 67

Hallo Hansruedi,

Gratis Red Bull und Nudeln mit Tomatensoße geht doch genau in Deine Richtung... "A lot of work for a free banana" :-)

Aber Du hast recht, Red Bull ist Geschmackssache. Ich mag es und vertrage es gut, daher fand ich es auch in Ordnung, dass es an den Verpflegungsstationen immer welches gab. Wer da nicht den Magen dafür hat, musste leider etwas genauer schauen.

Ja, jetzt wird erstmal 3 Wochen das Laufen pausiert und zur Regeneration ab 15.5. der West Highland Way erwandert. Passt wie die Faust aufs Auge dieses Jahr :-)

Grüße

Matthias

Hansruedi Nyffenegger
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Post #178 of 186

Hey Matthias

... was heisst hier viel zu lang. Interessante Laufberichte sind wie Läufe: je länger desto interessanter... Also gratis Redbull ist für mich persönlich kein Argument, im Gegenteil... Aber ansonsten würde mich der Lauf ein anderes Mal durchaus ansprechen. Gute Erholung!

HR

 

PS: ich hab nichts gegen Sponsoring durch eine Getränkemarke und die Form mit dem Catcher Car finde ich interessant. Aber ich finde Red Bull so ziemlich das übelste Getränk der Welt. Musste heute gerade dran denken, neben mir im Zug ist einer gesessen und hat so eins reingezogen. Bööööh, schon nur der Geruch,... Nudeln mit Tomatensauce aber jederzeit!

Matthias Ellerbeck
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Total Running 4'509 km
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Post #62 of 67

Nach 2018 bin ich dieses Jahr zum 2. Mal beim Wings for Life World Run gestartet. Ich hatte 2017 zufällig die Übertragung auf ServusTV gesehen und wusste sofort, da will ich dabei sein! Für diejenigen, die den Lauf nicht kennen: Der Lauf hat eigentlich 3 Alleinstellungsmerkmale:

  • Es gibt hier keine vorgegebene Länge, sondern man läuft solange, bis einen das sogenannte „Catcher-Car“ einholt. Eine bewegliche Ziellinie, die von hinten kommt sozusagen. 
  • Der Lauf startet an mehreren Orten auf der Welt exakt gleichzeitig, man bekommt also eine Wertung nicht nur für die mit einem in derselben Stadt gestarteten Läufer, sondern für alle >100.000 Läufer, die weltweit starten
  • Der Lauf ist ein Charity-Lauf für die Erforschung neuer Behandlungsmethoden für Querschnittslähmungen und läuft unter dem Motto „Run for those who can’t“

Der einzige Veranstaltungsort in Deutschland ist München, was mir als Ex-Münchner und Wahl-Nürnberger entgegenkommt. Die Anreise ist nicht sehr lang und in München habe ich Unterkunftsmöglichkeiten. 

Ich bin deshalb schon Freitagabend nach München gefahren. Die Kleidungsauswahl war nicht ganz trivial, da der Wetterbericht Temperaturen um die 0 Grad und sogar Schnee vorhersagte, ich packte also alle möglichen kurzärmligen und langärmligen Sachen ein und hätte somit an 3 Läufen starten können dieses Wochenende. Am Samstag fuhr ich zum Olympiastadion, um meine Startnummer abzuholen. Ich hatte mich, wie schon für 2018 sehr früh angemeldet und hatte daher eine recht niedrige Startnummer, die 700. Startgeld waren 39.- Euro, je später man sich anmeldet, desto höher wird das und endet irgendwo jenseits der 50.- Euro. Das ist nicht ganz billig, aber wie schon oben erwähnt: es ist ja für einen guten Zweck! Da Bernbacher und RedBull als Sponsoren auftreten, gibt es außerdem zur Starnummernausgabe eine Portion Pasta mit Tomatensoße und Red Bull in verschiedenen Sorten, so viel man trinken kann. Wenn sich da mal 39.- Euro nicht lohnen 12 Die Stimmung am Samstag war ob des mittelprächtigen Wetters etwas gedrückt, aber alles in allem in Ordnung.

Am Sonntag fuhr ich guter Dinge wieder zum Stadion. Meine Frau entschied sich nach einigem hin und her trotz der niedrigen Temperaturen (etwa 5 Grad um 11:30) dazu, mitzukommen. Ihr Zögern ist durchaus verständlich, schließlich würde eine gute Tagesform bedeuten, dass sie etwa 3 bis 4 Stunden in der Kälte auf mich warten müsste. Die Tatsache, dass sie dabei war, war jedoch sehr hilfreich, da ich mich somit frühzeitig langärmlig in den Startblock stellen konnte und ihr dann kurz nach dem Start mein Long-Sleeve zuwerfen konnte. Zur kurzen Hose habe ich mich nicht getraut und entschied mich für eine lange Läuferleggins. Kurz nach dem Start begann es zu graupeln, es wurde mir also im T-Shirt durchaus frisch, aber spätestens bei km 10 war ich heilfroh, nicht langärmlig rumlaufen zu müssen.

Zur Organisation gibt es nicht viel zu sagen. Meiner Meinung nach alles für einen Lauf dieser Größe top. Gepäckabgabe nach Startnummern organisiert, Klos natürlich zu wenige, aber da muss ich eh nie hin. Duschen habe ich gar nicht erst aufgesucht, da ich im Shuttle-Bus zurück schon hörte, dass man mit etwas Pech eine Stunde oder länger ansteht. Getränke- und Verpflegungsstationen waren dieses Jahr deutlich mehr als 2018, wobei man 2018 bei etwa 25 Grad mehr davon gebraucht hätte.

Zum Lauf selbst gibt es auch nicht übermäßig viel zu berichten. Meine Beine waren trotz meiner Verletzungen 2018 und dem daraus resultierenden Trainingsrückstand ganz in Ordnung. Das Minimal-Ziel HM durchlief ich nach etwas weniger als 1:45 und der Rest war Bonus. Bereits bei km 10 war klar, dass die ursprünglich mal angepeilten 30 km nicht drin sein werden. Dazu muss man aber auch sagen, dass man - wenn man nicht ganz vorne startet - auf den ersten km durch den Olympiapark mindestens 3 bis 4 Minuten verliert. Für 30 km braucht man einen Gesamtschnitt von 4:47, das bedeutet, man müsste km 4 bis 30 mit 4:40 laufen, um die verlorene Zeit vom Anfang wieder reinzuholen. Und 4:40 war konstant einfach nicht drin. Es wurden laut offizieller Wertung 25,6 km womit ich das Kompromiss-Ziel 25 km deutlich erfüllt habe. Das Wetter war zum Laufen beinahe optimal, 3 Grad mehr wären sicher nicht verkehrt gewesen, aber was soll die Meckerei.

Ich merke schon, das wird hier alles schon viel zu lang. Bleibt nur zu sagen: Ein toller Lauf, ein großartiges Event! Unbedingt mitmachen, wenn ihr die Gelegenheit habt. Und frühzeitig anmelden. München war dieses Jahr ausverkauft (12000 Anmeldungen!).

Sportliche Grüße
Matthias