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Lieber Claudio
Wenn du deine Mitteltempi anschaust, dürften die bei richtiger Einstellung (LJ und intensivste Einheit weit weg voneinander, resp. Vorschlag von RC) wohl eine Spur schneller als die Marathon-Pace sein. (Für mich stimmt das so, mach es dir im Training, hart, dann fällt der Wettkampf leichter).
Ja, einige LJ - in meinem Fall z.B. ein 2h20 Ende März und anfangs Mai für Hauptauf anfangs Juni) gibt es auch mit Endbeschleunigung, wo die letzten 20 Min. noch mal Marathontempo angesagt ist.
RC vermeidet ein paat typsiche Fehler: so versucht er/sie/es dich nicht allzu oft im "Black Hole of Training" zu halten. Das heisst, RC hat wirklich entweder eher langsame oder eher schnelle Trainings, weil das Tempo dazwischen nicht allzu viel bringt. Das musste ich erst merken, da ich anfangs immer dachte, ich müsse auch im DL die Vorgabe übertreffen.
Zweitens vermeidet RC Überlastung. Im Vergleich zu anderen Plänen mag er eine Spur weniger hart sein, aber die meisten Leute, welche mehrere Pläne ausprobiert haben, sehen den Vorteil von RC, dass sie weniger in Übertraining oder Verletzungen landen. Dann dies wirft dich definitiv zurück: Die einzige Verletzung (nicht allzu schlimm) habe ich mir eingefangen, als ich für 4 Monate einen andern Trainingsplan geschenkt bekommen habe. Habe den dann nach der Verletzung den anderen Plan eingehalten und prompt die mit Abstand schlechteste Zeit meiner 3 Berlin - Marathons erlaufen. Lag vielleicht auch an der Vorgabe 7 Tage vorher noch 3 Stunden Marathonpace zu laufen.
Insofern: ja RC funktioniert. Besonders auf dem Weg vom Jogger zum Marathonläufer. Wie weit er dann für gute und erfahrene Läufer immer noch stimmt ist wohl individuell, ich weiss, dass einige dann wechseln, resp. dank der Erfahrung etwas optimieren. Mir hat er 10 Jahre lang gedient (OK, ich habe auch hier und dort etwas dran gebastelt), hat mich ab 45 und mit 10 kg zu viel auf den Rippen innerst 2 Jahren zum Marathon begleitet, später PBs unter 4 Stunden, dann 5 x an den 100er und inzwischen hält er mich weiterhin auf Trab. Klar denke ich manchmal "Gopf, ist das eine lahme Vorgabe". Aber dann stelle ich fest, dass ich wieder ein Jährchen älter geworden bin und RC's Prognose näher am Resultat war, als mein Körpergefühl.
Ich bin nicht "von RC", würde aber sagen, dass es letztlich auf die gesamte Belastung ankommt. D.h. wenn dir die LJ mit Endbeschleunigung (zu finden in der Beschreibung) nicht reichen, kannst du mMn druchaus auch mal etwas "Fartlek" spielen. Diese Form ist an sich nicht vorgesehen, aber je nachdem wo du läufst, hast du auf LJ automatisch halt auch Steigungen und Gefälle, da kann man gut auch mal das Tempo laufen. Einiges findet sich auch noch in den FAQs.
Keep on running.
Hansruedi
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Guten Tag,
habe eine Frage in Bezug auf den erstellten Trainingsplan, und die darin enthaltenen einzelnen Trainings. Ich bereite mich für einen Marathon vor (und habe den auch bei running coach eingetragen) und traininere 5x pro Woche. Habe diverse Konfigurationen bezüglich Trainingstage und Long-Run Tag durchprobiert. Alle Trainings sind entweder schneller (Interval, Threashold/Mitteltempo) oder langsamer (Dauerlauf, Regeneration, Long Jog) als Marathon Pace. Ich glaube es ist sonst üblich/empfohlen, entweder als Teil von Long Runs, oder als separate Session spezifische Race Pace Abschnitte zu haben.
Was ist eure Erfahrung damit?
Und kann jemand (vielleicht von Running Coach, das wäre super) was zu der "Philosophie" dahinter sagen? Kann ich ggf. in Long Runs einige Abschnitte in Race Pace laufen (und mit etwas langsamer als geforderten Abschnitten "ausgleichen"), oder ist das unklug?
Grüße und schon mal vielen Dank für eure Antworten,