Valentin Belz
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Post #90 of 269

Lieber Heinz

 

Vorerst möchte ich dir zu deiner tollen Zeit gratulieren. Weiter so!

 

Der Grand Prix von Bern ist aus verschiedenen Gründen ein anspruchsvolles Rennen: Neben der Länge von 10 Meilen fallen insbesondere der Start mit dem Bergablaufen, die Pflastersteine, die zahlreichen Aufstiege mit natürlich dem Aargauerstalden ganz am Schluss ins Gewicht.

 

Ein solches Rennen hat schon viele vor Probleme gestellt. Ein grosser Teil aller Läufer startet Jahr für Jahr zu schnell. Der Weg zurück Richtung Ziel wird dadurch sehr lang.

 

Das Bergablaufen führt nicht nur zu einem (zu) schnellen Start, sondern "frisst" auch Kraft: Bei jedem Schritt musst du ein Mehrfaches deines Körpergewichts abbremsen. Dies braucht Kraft.

 

Aufgrund der Renndauer ist die Kraft an sich in den Beinen ein entscheidender Faktor. Selbst in einem flachen Rennen kommt man diesbezüglich an seine Grenzen. Am Grand Prix von Bern kommen die Aufstiege in der Sulgenau, in der Münstergasse und am Aargauerstalden erschwerend hinzu. Diese sind allesamt nach Rennhälfte. Also da, wo viele bereits etwas "angenockt" sind, jedoch nicht sein sollten;-)

 

Eine Vorbereitung auf diese spezielle Anforderung besteht darin, dass man im Training regelmässig im coupierten Gelände oder - wenn möglich - sogar auf der Originalstrecke läuft. Und zwar nicht nur die Dauerläufe, sondern auch das Mitteltempo oder Intervalle. Wer ständig nur in der Fläche läuft, verliert die Kraft (oder baut sie gar nicht auf) und ist insbesondere in Wettkämpfen auch mental für Anstiege nicht bereit.

 

Zusammengefasst gilt demnach für Läufe wie den Grand Prix von Bern:

 

- Absolviere Lauftrainings im coupierten Gelände.

- Teile dein Rennen geschickt ein.

- Übe auch das Bergablaufen.

 

Beste Grüsse und gute Erholung,

 

Valentin

Heinz Hofstetter
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Post #5 of 19

Zuerst einmal ein grosses Lob an den Running.coach. Mit grosser Genauigkeit hat er mich an den GP-Bern geführt! Besten Dank. Es macht auch Freude zu sehen, wie das Programm laufend weiterentwickelt wird und die Feedbacks der User (wo sinnvoll) berücksichtigt werden.

 

Nun zu meiner Frage: Insbesondere der GP-Bern hat mir gezeigt, dass ich in Steigungen mich noch verbessern kann. Es geht nicht darum, reine Bergläufe zu bewältigen, sondern in coupierten Gelände besser vorwärts zu kommen.

 

Was meint der Running.coach, welche Trainingsformen sind hier zu empfehlen? Genügt es die Dauerläufe einfach hin- und wieder in coupierterem Gelände zu laufen oder sollte man spezifischer an die Sache herangehen?

 

Grüessli