Marlène Thibault
Image
Total Running 9'873 km
Member since about 14 years
Post #13 of 33

Hallo zäme,

 

Ich habe mir diese Frage auch schon oft gestellt. Ich gehe mindestens so gerne Bergwandern wie ich laufe (nein, lieber!). Habe die Zeit dazu aber nur am Wochenende, und wegen Wetter, anderen Verpflichtungen usw. schaffe ich es auch nicht jedes Wochenende. Entsprechend habe ich nachher oft etwas Muskelkater. Ich laufe dreimal die Woche und hole das Wochenendtraining wenn ich wandern gehe immer vor oder nach, weil es der Long Jog ist und somit eine Schlüsseleinheit. Der Running.Coach weiss natürlich von meinen Wanderungen nichts und hat am darauffolgenden Tag entsprechend wenig Erbarmen, wenn meine Beine verkatert sind. Bisher habe ich es trotzdem immer durchgezogen, auch Intervalle, da ich meist am Montag früh gehe und der Kater dann noch nicht so stark ist. Aber ich frage mich auch immer wieder, ob die Häufung von Schlüsseleinheiten und Bergwandern von Fr-Mo sinnvoll ist. Welchen Einfluss haben zusätzliche (teils recht anspruchsvolle) Bergwandereinheiten aufs Training, sowohl punkto Muskelkater als auch punkto Trainingseffekt? Wie teilt man sich das am sinnvollsten ein? Welche Vorgaben macht man im RC am besten, damit die beiden Aktivitäten trainingsplantechnisch gut harmonieren? Bin froh um jeden Tipp und fand auch Olis Fazit interessant!

 

Liebe Grüsse

Marlène

Oliver Jeskulke
User img default
Total Running 1'198 km
Member since about 12 years
Post #79 of 89

Hallo zusammen,

 

gibt es generelle Richtlinien, wie mit (Rest-)Muskelkater trainiert werden sollte?

Mein konkretes Problem dazu ist wie folgt:

Ich habe am Sonntag einen flotten Long-Jog von 18km (4:50/km) gemacht in hügeligem Gelände und war am Montag ca. 3 Stunden Bergwandern, was natürlich in den Beinen zu merken war :) Jetzt hatte ich für Dienstag Intervalle auf dem Plan und zwar die schnellsten, die ich bislang gelaufen bin (5x5min bei 3:50) Da ich gegen Mittag bis Abend aber immer mehr Muskelkater bekam, vor allem im Oberschenkel, habe ich es lieber sein lassen. Heut merke ich es noch so ein wenig und frage mich aber nun, ob diese intensive Einheit nicht ein Risiko birgt. Auf der anderen Seite, wenn ich noch einen Tag schiebe, mache ich mir (vielleicht umsonst) Sorgen um die Form, die Intervalle sollten an sich die letzte formgebende Einheit vor dem Wettkampf Mitte Oktober sein, wenn ich nun 3 Tage nicht laufe, schaffe ich die Einheit vielleicht nicht wie vorgegeben. Ich mache mir deshalb sonen Kopf, weil ich endlich die 10km in 40min. laufen will und das wird mit meinen 35 Jahren ja im nächsten Jahr nicht einfacher :D

Klar würde ich sagen, lieber leichtes laufen, Verletzung kann ich ja nun gar nicht brauchen. Da bin ich mittlerweile aus Erfahrung klug geworden. Wenn aber leichter Restmuskelkater gar kein Problem sein sollte, würde ich da mal um Eure Erfahrungen bitten :)

 

Vielen Dank schon einmal und Grüße

Oli

 

----

edit:

Ich habe es nun so gemacht, dass ich gestern 15-20min. ganz leicht getrabt bin, einerseits um die Regeneration zu fürdern, andererseits um den Körper die Bewegung nicht "vergessen" zu lassen. Dann 8 Stunden geschlafen und heut die Intervalle geschafft :) Dafür füllt dann ein Dauerlauf 2 weg, aber ich denke, dass ist nicht so dramatisch.

Fazit: Panik beim verschobenen Training mit 1 Tag mehr Pause ist nicht angebracht ;D