Alex Dosedla
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Post #18 of 93

Hallo Nina,

 

Herzlichen Dank für deine Antwort.

 

Ja die "Laufbibel" von R, Matthias Marquardt fand ich ein sehr lehrreiches Buch (Natural Running), welches ich wirklich sehr gerne gelesen habe, aber "Born to run" von Christopher McDougall habe ich nur so verschlugen. Die Mischung aus Sachbuch und Roman fliest hier einfach genial zusammen.

 

Nach diesem Buch, bin ich definitiv los und ich habe mir die vibram 5fingers gekauft. Ich habe die Barfussschuhe beim Fachhändler gekauft, aber schlussendlich waren sie trotzdem zu klein. Mir haben die grossen Zehen beim Laufen geschmerzt. ...und dann habe ich einfach bei den grossen Zehen Löcher in die CHF 180.- teuren 5fingers reingeschnitten und jetzt ist alles bestens. Ok, nicht im Winter ;-)

 

Seit letzten Sommer renne ich ungefähr einmal die Woche mit den 5fingers ein kurzes DL1 Training aber auch mal den Longjog über 2 Stunden. Klar musste ich mich stufenweise daran gewöhnen aber es ist schon ein sehr freies Gefühl, ich liebe es. Es ist irgendwie wie Cabrio oder Velofahren.

 

Beim Barfusslaufen lernt man automatisch einen ökonomischen Laufstil mit der kleinsten orthopädischen Belastung, so mein Eindruck -> Resultiert bei mir in einen vorderen Mittelfuss Laufstil.

 

Darum hat es mich gewundert, was hinter dem POSE-Laufstil steckt.

 

Liebe Grüsse

Alex

 


Nina Glauser
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Post #1 of 15

Hi Alex

 

ich kenne POSE Running aus eigener Erfahrung und werde in Bälde eine Ausbildung zum POSE Running Coach absolvieren. Es hat mir sehr viel gebracht, meinen Laufstil zu ändern und viel Techniktraining zu machen - die Überlastungsbeschwerden wurden deutlich weniger. Aber ob du dies nun POSE Running, Chi Running, Natural Running oder sonst was nennst, kommt meiner Meinung nach nicht drauf an. Alle diese Lauftechniken basieren mehr oder weniger auf den selben Prinzipien (mit kleinen Abweichungen). Wichtig ist, dass du die Lauftechnik wählst, die dir am meisten zusagt.

Lies doch mal das Buch "Born to run" von Christopher McDougall - das gibt dir schon sehr viel Informationen zu diesem Thema mit auf den Weg und ist ausserdem unglaublich spannend (mein absolutes Lieblingsbuch).

 

Bin gespannt, was du für Erfahrungen machst mit den verschiedenen Lauftechniken...

 

Liebe Grüsse,

Nina

Alex Dosedla
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Post #17 of 93

Hi Marco,

 

Herzlichen Dank für deine Antwort mit den vielen Tips.

 

Ich probiere immer wieder den einen oder anderen Tip im Trainings aus, den Tip mit dem leicht nach vorne neigenden Oberkörper bringt bei mir relativ viel (in meiner kleinen Welt von ca. 4:45min/Km über einen HM), denn mein Tempo scheint sich dadurch wirklich zu erhöhen. Wenn ich in einem Rennen an einen Punkt komme, wo ich wirklich Müde werde, versuche ich den mit den Armen. Konzentration auf die Frequenz der Arme und es geht tatsächlich noch was.

 

Mal ein Training mit übertriebener Kadenz durchzuführen, mache ich auch ab und zu. Früher mal mehr, jetzt eher weniger. Sieht sicher für die Leute lustig aus! Aber das stört mich jetzt weniger als mit Kompressionsstrümfen herum zu rennen ;-)

 

Aber den Tip mit dem Schienbein habe ich entweder schon vergessen oder kannte ich so nicht. Ich werde mich mal darauf konzentrieren, beim nächsten Training.

 

Betreffend "POSE" würde es mich nur interessieren ob das jemand direkt kennt. Ich denke, es ist mehr so einen Marketingsache, denn etwas wirklich Neues und das is auch OK.

 

Gruss Alex

Marco Süss
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Post #21 of 62

Ciao Alex

 

Die POSE Methode war mir nicht bekannt. Habe den Link aber genau angeschaut.

 

Kann hierzu nur aus eigener Erfahrung sprechen mit meinem Laufstiel. Habe diese  Tipps von Valentin und Viktor in einem Laufstielworkshop bekommen.

 

Leicht nach vorne geneigt ist sicher die richtige variante wie es auch beschrieben wurde. Normal hinstellen und dann nach vorne fallen lassen, dann kommt der erste Schritt von alleine und so soll die neigung etwa sein.

Ich mache aber dann trotzdem einen leichten Abdruck aber nicht zu fest. Ansonsten machst du Sprünge und das kostet sehr viel Kraft. Mit grossem Abdruck erweiterst du die Schrittlänge aber nicht die Kadenz. Um schneller zu laufen, solltest du zuerst die Schrittfrequenz steigern und dann die Schrittlänge.

Um die Frequenz zu erhöhen ist es optimahl, wenn der Ellenbogen im 90° Winkel steht damit der Pendel von den Armen nicht zu lange wird. Somit kannst du die Arme schneller vor und zurück bewegen. Sobald du dann die Arme schneller bewegst, bewegen sich die Beine auch schneller (Kreuzkoordination Beine/Arme). Versuch im Training immer wieder mal viele kurze und schnelle Schritte einzuplanen dann wird es im Wettkampf automatisch passieren.

 

Bezüglich den Beinen ist es am besten, wenn nach dem Abdruck in der vorwärtsbewegung des Beines das Schienbein in waagrechter Position zum Boden hält. Damit ist der Pendel vom Bein auch relativ kurz und man braucht nicht viel Energie dazu.

 

Gruss Marco

Alex Dosedla
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Post #16 of 93

Liebe running.COACH Läufer,

 

Wer kenn die Technik hinter dem "POSE" Laufstil? http://www.vienna-marathon.com/?url=news&newsDetail=1345

 

Anscheinend rennt man leicht nach vorne geneigt, so dass man stehend nach vorne fallen würde. Den Stempel (Abstoss mit ausgestrecktem Bein) lässt man komplett weg.

 

Sportliche Grüsse

Alex